Děčín - Tetschen
Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
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Schloss Děčín mit Schlossgarten: Das Schloss geht auf eine Ende des 10. Jahrhunderts von den Přemysliden erbaute Befestigung (1128 erwähnt) zur Kontrolle der Elbschifffahrt zurück. Im 13. Jahrhundert wurde der hölzerne Bau zu einer steinernen Burg umgebaut und erweitert. Die Bünaus bauten die Anlage im 16. Jahrhundert zu einem Renaissanceschloss um, verkauften dieses aber nach dem Dreißigjährigen Krieg an die Familie von Thun und Hohenstein. Diese nutzte das Schloss bis zu ihrer Umsiedelung nach Jílové (Eulau) 1932 und verkauften es dann an den Staat. Seit 1934 nutzten tschechische Grenztruppen das Anwesen als Kaserne, während des Zweiten Weltkrieges waren es deutsche Truppen, nach Kriegsende zog erneut die tschechische Armee und nach dem Prager Frühling die Sowjetarmee hier ein. Durch die militärische Nutzung wurde die Bausubstanz schwer in Mitleidenschaft gezogen. Nach dem Abzug der Truppen (1991) konnten in den letzten Jahren aber bereits umfangreiche Renovierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Teile des Schlosses können bereits wieder besichtigt werden.
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Rosengarten (Růžová zahrada): Der 1670 angelegte Garten befindet sich neben dem Schloss, Rosen werden hier allerdings erst seit 1881 gezüchtet. Der Park dient im Sommer als Veranstaltungsort für Konzerte.
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Heilig-Kreuz-Kirche (kostel svatého Kříže): Die Kirche wurde in einer Phase des Schlossumbaus von 1687 bis 91 als barocke Hallenkirche an Stelle einer alten Holzkirche erbaut. Sie stellt eines der bedeutendsten Baudenkmäler Nordböhmens dar und ist mit Fresken von Josef Kramolín und einem marmornen Altar ausgestattet.
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Johanniskapelle (Thunovská kaple sv. Jana Nepomuckého): Die ursprünglich 1732 von den von Thuns erbaute Barockkapelle wurde 1870–1872 nach Plänen von Friedrich von Schmidt erbaut und diente bis 1935 als Familiengrabstätte. Heute beherbergt die Kapelle eine 20-teilige barocke Figurengruppe.
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Kirche St. Wenzel und St. Blasius (kostel sv. Václava a sv. Blažeje): Der Ursprung der Kirche reicht wahrscheinlich bis ins 15. Jahrhundert zurück. Nach der schwedischen Brandschatzung (1642) wurde sie im Barockstil neu gestaltet, brannte aber 1749 komplett ab. Der bis 1778 errichtete Neubau blieb bis 1826 ungenutzt und diente dann bis 1873 einer Schifffahrtsgesellschaft als Magazin. Die Wiedereinweihung als Kirche erfolgte erst 1878.
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Děčíner Synagoge: Die Synagoge wurde von 1906 bis 1907 im Jugendstil kombiniert mit maurischen Bauformen errichtet.
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Polzenbrücke: Über den Fluss Ploučnice (Polzen) führt eine 1564–1567 erbaute spätgotische Steinbrücke, die wegen ihrer barocken Statuengruppe (1714) als kleine Schwester der Prager Karlsbrücke gilt.
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Elbbrücken: Im Verkehrsknotenpunkt Děčín existieren mehrere Elbbrücken. Bereits seit 1855 waren die Städte Tetschen und Bodenbach durch die Kaiserin-Elisabeth-Brücke verbunden, eine der schönsten und größten Brücken in Böhmen. Diese Kettenbrücke brannte 1915 nieder. Auf ihren Pfeilern wurde 1933 die Tyrš-Brücke (Tyršův most), benannt nach Miroslav Tyrš, dem Gründer einer Sokolbewegung, erbaut. 1867 wurde die erste Eisenbahnbrücke als Fachwerkbrücke über die Elbe errichtet.
